Mittwoch, 24. Oktober 2012

[Rezension] Jonathan Maberry ~ Lost Land - Die erste Nacht

Aloha meine Lieben,

heute kommt in Rahmen von Blogg dein Buch meine erste Rezension auf diesem Blog :)
Ausgesucht hatte ich mir für den Anfang "Lost Land - Die erste Nacht" und umso mehr freute ich mich, als ich sehr schnell die Zusage und das Buch erhielt (verschickt vom KNO aus Stuggi, ich könnt mich totlachen XD).

Erst mal ein paar Eckdaten:
Autor: Jonathan Maberry
Titel: Lost Land - Die erste Nacht
Verlag: Thienemann (hier direkt zu erwerben)
528 Seiten im Hardcover mit Umschlag

Optik:
Der Umschlag ist schön treffend, auch wenn man den Raben hätte schöner machen können. Der sieht mir einfach zu künstlich aus ^^. Gut gefällt mir der glänzende Stacheldraht. Wenn man den Umschlag abnimmt, ist nur noch der Rabe zu sehen. Im Großen und Ganzen passt das Cover gut zum Inhalt.

Um was geht es?
"Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt.
Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben.
Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird.
Zwei Brüder, die einander Feind sind.
Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt."
So steht es auf der Rückseite des Umschlages. Wenn man jetzt noch den Klappentext liest, denkt man, man hat einen recht guten Eindruck. Nu ja. Nicht ganz, finde ich. Der Klappentext verrät in meinen Augen etwas zu viel, und der Rückseitentext ist etwas irreführend... Ich würde es mal so zusammenfassen:

Mountainside, irgendwo in Amerika. Eine Enklave inmitten von "Leichenland", Menschen abgeschirmt von den wandelnden Toten jenseits der Zäune - Zombies. Seit der Ersten Nacht ist die Welt nicht mehr so, wie wir sie kennen.
Benny Imura wird 15, und braucht einen Job. Nach längerer Suche entscheidet er sich widerwillig dafür, bei seinem Bruder Tom in die Lehre zu gehen. Tom ist Zombiejäger, und Benny hasst ihn, weil er Tom für den Tod ihrer Eltern verantwortlich hält. Seine Vorbilder sind ganz andere, richtige Kerle, richtige Kopfgeldjäger, nicht solche Feiglinge wie sein Bruder.
Doch während der Arbeit mit Tom stellt Benny fest, dass er sich vielleicht ein Stück weit geirrt hat Wer sind die wahren Helden?
Eskalieren tut die ganze Geschichte, als Benny's Freundin Nix entführt wird, und er alles daran setzen muß, um sie zu befreien...


Nyxx' Meinung zum Buch:
Ich hab's nicht so mit Zombiefilmen. Das ist mir immer (oder oft) zu viel Splatter und tumbe Story. Zuviel Geballer und zu viel Geschrei. Ganz anders kommt dieses Buch daher.
Ohne Blut komm das Buch nicht aus, genauso wenig ohne Ballerszenen. Diese Elemente sind aber clever eingesetzt, und man bekommt die volle Dröhnung der Umstände nach der Ersten Nacht.

Die Einführung in die Welt von Lost Land erfolgt äußerst clever. Benny braucht einen Job, und so klappert er nach und nach verschiedene Stationen der Stadt ab, und man erhält ein ziemlich klares Bild von der Gesellschaft nach der Ersten Nacht. Es gibt kaum Strom; Fernsehen, Internet und Telefon kennen die jüngeren nur noch aus dem Unterricht.
Schlußendlich landet Benny aber doch bei seinem Bruder, und geht mit ihm raus ins Leichenland, wo seine Sicht der Dinge teilweise radikal auf den Kopf gestellt wird.

Benny war für mich teilweise der typische, nervige 15jährige Teenager, der immer alles besser weiß und seine Meinung schon so fest im Kopf hat, dass er kaum davon abweicht. Die meiste Zeit im Buch mag man ihn aber doch, denn irgendwie kennt man das Verhalten ja noch von sich selbst, als man jünger war (zumindest ging es mir so). Und er wird ja auch schlauer zum Ende hin.
Tom hingegen fand ich etwas zu farblos gezeichnet. Zwischendrin fragte ich mich, warum zum Henker der Kerl einfach die Backen nie auseinander bekommen hat. Andererseits, wenn man mit 20 auf einmal Vater für den kleinen Bruder spielen muß, und zudem Deine komplette Welt auf den Kopf gestellt wird... wer wäre da nicht komisch?
Die Story an sich fand ich wirklich unterhaltsam. Ich hab das Buch, ungelogen, in einem Rutsch durchgelesen, trotz stellenweise vorhandener leichter Schwächen. Manchmal könnte man sich zwar an den Kopf langen, ob mancher Dialoge oder Handlungen. Die sind aber zum Glück schnell genug wieder vorbei, und man beruhigt weiter lesen.
Ich hab also mitgefiebert. Bei Benny's Suche nach einem Job (auch wenn man von vornherein weiß, wo er letztendlich landen wird), bei dem ersten Ausflug ins Leichenland. Als sich Benny mit den falschen Leuten anlegt, und als diese dann seine Freundin Nix entführen (ha, an einer Stelle davon hab ich ungelogen Tränen verdrückt). Als Tom und Benny eisern entschlossen losziehen, um das Mädchen zu retten. Nur zu zweit.
Ich hab so sehr mitgefiebert, dass mir manche etwas langatmigere Szene nicht sonderlich auffiel. Zwischendrin gab es ein paar Stellen, wo ich noch dachte: "Neeeee, das kann jetzt mal gar nicht sein, das macht er jetzt nicht wirklich... Boaaaaah, wie kann er nur!" (und dann noch ein paar Tränen verdrücken mußte) oder "Hahaha, ich weiß was jetzt kommt - oh, doch nicht" (und trotzdem noch weiter gehofft hab) oder "Jaaaa, jaaaa, ich wuuuußte doch, dass es vorhin so nicht sein konnte! Ich wußte wußte wußte es!" (und dann sogar still ich mich reingelacht hab, weil ich halt doch richtig vermutet hatte)
Zum Schluß kommt dann eine, in meinen Augen wirkliche, Überraschung. Als die Szene beschrieben wird, hatte ich schon eine Vermutung, und haha, ich hatte Recht XD

Fazit:
Jaaaa, ich weiß, es ist jetzt gemein, gar nichts groß zu erzählen. Aber im Ernst, ich würd Euch empfehlen, das Buch selber zu lesen. Auch wenn es stellenweise etwas schwächelt, mich hat es im Gesamtpaket überzeugt und ich freu mich schon auf die Fortsetzung, die es auf jeden Fall geben muß! (wenn nicht, werd ich dem Herrn Autor einen bösen Brief schreiben XD).
In der Reihe der Zombie-Geschichten jeglicher Art (sei es Buch oder Film), ist dieses hier auf jeden Fall mal was anderes.

Was sagt Ihr dazu? Wäre das Buch was für Euch?

Maholo und Ciao
Nyxx


Herzlichen Dank an das Team von Blogg dein Buch und den Thienemann-Verlag für die Bereitstellung des Buches :)

Kommentare:

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