Montag, 20. April 2015

[Rezension] Catherine O'Donell ~ Der verbotene See [ebook]

Aloha zusammen,

heute mal wieder was für die Leseratten unter Euch ;) Via Blogg Dein Buch flatterte dieses eBook bei mir ins Postfach.


Autor: Catherine O'Donell
Titel: Der verbotene See - Die Trilogie der streitenden Reiche, Erster Roman
Band: Eins von Drei
Verlag: dotbooks (hier direkt zum Buch)
Preis: 5,99€
Ebook, ca 487 Seiten

Optik:
Das Cover, auf meinem Kindle leider nur schwarz-weiß, ist passend zur Mittelalter-Fantasy entworfen. Frau auf Boot auf See, Wind im Kleid. Verschnörkelte Bordüren, alles eingerahmt von Blättern. Find ich in der Tat ganz schick und passt auch ganz gut zum Inhalt.

Um was geht es?
Wer den Frieden sucht, muss die Menschen meiden … Verborgen hinter den Nebeln lebt seit Anbeginn der Zeit das magische Volk der Schwäne. Nun aber prophezeien die Götter, dass in der Welt der Menschen eine uralte Macht erwacht, die alles Leben vernichten will. Nur ein Kind aus der königlichen Blutlinie kann dies verhindern. Und so opfert der Schwanenfürst seine neugeborene Tochter: Er nimmt ihr die Magie, schließt sie ein in einen menschlichen Körper und schickt sie in das Reich Caernadon, in dem jede Form von Zauberei bei Todesstrafe verboten ist. Als Mündel der Königin wächst Eirion zunächst behütet auf – doch dann bricht ein Krieg aus, der Vorbote ist für kommende Schrecken …" (Beschreibung des Verlags)
 

Nyxx' Meinung zum Buch:
Ritter, Burgen, Tjosten, Könige und Königinnen, Intrigen, Liebe, fremde Reiche und Magie... All das vereint der Roman in sich.
Anguli, der Verbotene See, ist der Startschauplatz. Hier treffen wir auf die Schwanenmenschen, quasi unsterbliche Wesen, die verborgen von der "Außenwelt" friedlich leben. Sie sind das letzte Volk der Reiche der Unschuld. Ihrem Königspaar wird nach langen Jahren ein Kind geboren und es stellt sich heraus, dass diese Tochter Teil einer Prophezeiung (quasi zur Rettung der Welt) ist. So wird das Kind in das Reich der Menschen geschickt.
Das Menschenreich besteht aus Caernadon und Fiann, allzu viel weiter wird die Geografie nicht "aufgelöst", was aber an sich auch nicht weiter nötig ist.
Gwenlian, Tochter der Fiann-Königin und kinderlose Gemahlin des Königs von Caernadon, Uisnach, ist eigentlich die Hauptperson dieses ersten Romans.
Sie nimmt das Weisenkind als ihre Tochter auf und zieht sie groß. Die Geschichte wird meist mit Gwenlian im Blick erzählt. Selten, und erst im letzten Drittel, kommt Eirion in kleinen "Ich-Rückblickserzählungen" zu Wort. Ab und an geht der Blick noch nach Anguli, aber auch hier halten sich die Ausflüge eher kurz und werden zum Ende hin seltener und kürzer. Das fand ich etwas verwunderlich am Anfang, da anhand der Beschreibung der Eindruck entsteht, dass es um das Kind geht, und nicht um ihre Ziehmutter.
Ich denke, der zweite Roman wird Eirion dann eher ins Auge fassen, der erste wirkt eher vorbereitend, quasi wie eine Einleitung. Als Rahmenverortung (wer, was, wieso). Da kann man sich natürlich streiten, ob es nicht auch kürzer gegangen wäre ;).

Ich gestehe, am Anfang hatte ich ein bisschen Startschwierigkeiten. Irgendwie fand ich es langatmig, legte das Buch dann auch zwei-dreimal weg. Erst so ab dem dritten Drittel kam etwas mehr Fahrt in die Sache. Genauso die Handlung. Dann hab ich es mit einem Rutsch fertig gelesen.
Storytechnisch möchte ich eigentlich gar nicht viel verraten. Man begleitet Gwenlian über mehrere Jahre hinweg (bis Eirion 17 ist), dabei wie sie wieder mehr zu sich selbst und zur Magie findet und das in einem Land, indem Magie verboten ist, also ein gefährliche Sache.
Die Personen im Roman bleiben, in den Nebenrollen, sehr häufig etwas blass und oberflächlich. Leider bekommt man auch bei wichtigeren Rollen teilweise, meiner Meinung nach, zu wenig mit, als dass sie "mehr" werden. Gwenlian, sowie Marte, sind recht gut gezeichnete Figuren, Eirion mit dem Alter wird auch interessanter (klar, als Säugling kann man auch wenig tun XD). Den Gegenspieler/Bösewicht/Schurken hätte man auch etwas mehr einbringen können. Warum er tut, was er tut, bekommt man eigentlich nicht mit. Wenn ich raten müßte, würde ich sagen, er gehorcht einem Flaschengeist *hihi*
Die männlichen Charaktere sind, fällt mir grad so auf, allgemein weniger ausführlich ausgearbeitet.
Ich hoffe ja, dass Teil Zwei da noch ordentlich was nachliefert. Genauso bei den teilweise nur kurz angeschnittenen Nebenstories.

Fazit:
Ich mag das Setting, Mittelalterwelt gegen Wüstenreich, Magie gegen Magieverbot, und dazu noch die Reiche der Unschuld. Es gibt genug Material und Potenzial in der Geschichte.
Schade, dass der Roman am Anfang etwas holprig ist, und erst gegen Ende mal Gas gibt. Dann aber fand ich es wirklich spannend und war etwas verblüfft, als es dann vorbei war. Da war mir doch glatt entfallen, dass es eine Trilogie ist XD.
Empfehlung? Für Fantasy-Fans auf jeden Fall eine gute, recht solide Geschichte. Ich bin schon gespannt, wie es mit Eirion weiter geht. Und hoffe, dass die Autorin das Tempo des letzten Drittels dann in den Folgebänden beibehält.
Unschlüssigen rate ich zur Leseprobe, die den Anfang des Romans enthält.



Herzlichen Dank an das Team von Blogg dein Buch und den dotbooks-Verlag für die Bereitstellung des Buches :)

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