Dienstag, 26. Mai 2015

[Rezension] Marlene Klaus ~ Gloria und die Liebenden von Verona

Aloha zusammen,

ja, es ist gerade recht still hier. Liegt daran, dass meine Grafikkarte Anfang letzer Woche die Bieg gemacht hat und ich seit Dienstag den großen Rechner nicht mehr an hatte deswegen. Geht mir ultra auf den Sack (aka. ich könnt im Strahl kotzen), aber dank Netbook bin ich nicht völlig vom Internet abgeschottet. Ich hoffe ja, dass ich für Donnerstag meinen Ready, Set, Polish! Beitrag schaffe. Im Notfall muß der Rechner halt kurz an für die Bildbearbeitung. Ganz im Eimer ist die GraKa ja noch nicht, aber hart an der Grenze... *meh*

Zur "Überbrückung gibt es heute dafür ein bisschen Lesestoff :D Durch Blogg Dein Buch durfte ich mal wieder ein bisschen schmöckern und daher erzähl ich Euch heute etwas über folgendes Buch:


Autor: Marlene Klaus
Titel: Gloria und die Liebenden von Verona - Ein viktorianischer Krimi
Verlag: Dryas (hier direkt zum Buch)
Preis: 10,95€
Taschenbuch, 220 Seiten

Optik:
Hach, Italien :D In Verona war ich bis jetzt leider noch nicht, aber mit einer schnellen Google-Suche ist bestätigt, dass die Brücke auf dem Cover in der Tat in Verona zu finden ist ^^. Dazu die fancy Pistole am oberen Rand, ein paar Schnörkel und fertig ist das passende Frontbild. Finde es gelungen. Des Weiteren muß ich erwähnen, dass bei dem Taschenbuch die Seiten der Seiten (haha, wie nennt man das? Schnittkanten? Rand?) schick Rot gefärbt sind. Das macht echt mächtig was her! Cool.

Um was geht es?
„Nach dem plötzlichen Tod ihres Geliebten begibt sich Gloria auf Reisen. Doch bevor sie Verona, ihre erste Station, erreicht, wird ihre Kutsche von einer in Tränen aufgelösten Italienerin gestoppt. Sie berichtet von einem Duell und einem Toten und bittet um Hilfe. Aber nicht nur der Tod des einen Duellanten wirft Fragen auf, der andere ist außerdem spurlos verschwunden.
Gloria geht der Sache nach und erhält unerwartete und unwillkommene Hilfe von einem Landsmann, Alexander Lyndon. Obwohl der wenig sympathisch auftretende Lord sie von ihrer Suche abbringen möchte, erweist er sich schließlich doch noch als nützlich – was Glorias Meinung über ihn ändert, aber nur ein bisschen ..." (Beschreibung des Verlags)
 

Nyxx' Meinung zum Buch:
Hach, ich hab mit so einem schönen schnulzigen Krimi-Kitsch gerechnet. Ich meine, denkt man nicht bei der Beschreibung, dass zwischen Gloria und Lord Lyndon die Funken sprühen? Nun ja, die sprühen schon, aber eher weil die beiden unverbesserliche Dickköpfe sind.
Gloria macht sich in Verona also auf Spurensuche. Wer kannte die Duellanten (abgesehen von Francesca, die Verlobte des Verschwundenen, die hartnäckig bei Gloria um Hilfe bittet)? Hat Francesca's Verlobter tatsächlich geschossen? Oder doch jemand anderes Und warum haben sie sich überhaupt duelliert?
Lord Lyndon findet das nicht sonderlich ladylike und als Gentleman muß er Gloria natürlich trotzdem beschützen. Die will aber gar nicht beschützt werden, sondern hat ihren eigenen Kopf und so ermittelt sie munter drauf los (zum Glück kann sie recht gut Italienisch XD). Dabei läßt sie sich ungern von Lord Lyndon reinreden. Dieser widerum erkennt nach und nach, dass Gloria einen scharfen Verstand besitzt und muß lernen, damit umzugehen.

Die Geschichte spielt in (und um) Verona. Gloria bleibt dabei permanent im Zentrum des Geschehens, wodurch sie lebendig und "echt" erscheint. Lord Lyndon hingegen bleibt leider etwas auf der Strecke. Ehrlich gesagt ging er mir am Anfang furchtbar auf den Keks und dann bandeln die nicht mal richtig miteinander an! (am Ende steht aber "Fortsetzung folgt", also wird's vielleicht noch was XD) Wie der "typische englische" Lord ist er reichlich von sich selbst überzeugt.
Die Nebenrollen sind teilweise nur kurz umrissen, aber dafür recht lustig. Gloria's Tante Jo, die ältere, aber resolute Dame. Der Wiener Kaufmann, der nicht nur Gloria und Jo ein bisschen auf den Keks geht, sondern auch dem Leser. Dann die italienische Signora Aldrighetti, die in meinem Kopf aussieht wie Ezio Auditore's Mutter (und auch so angezogen ist XD) auch wenn sie nur eine Randrolle hat. Die restlichen Veroneser, Francesca, Giulio, Luigi und wie sie alle heißen, sind nur soweit ausgearbeitet, wie es der Fall "benötigt". Das reicht zwar aus, ist manchmal aber gefühlt ein bisschen mager.
Gloria geht also von Person zu Person, befragt alle und reimt sich so nach und nach den Ablauf des Duells zusammen. Der Kriminalfall ist recht gut. Dem Leser ist nicht von vornherein klar, wer jetzt und warum und überhaupt was da eigentlich passiert ist. Das hat mir ganz gut gefallen und es hält einen auch bei den langatmigeren Stellen am Buch. Am Ende war ich sogar ein bisschen überrascht.

Fazit:
Ein netter Zeitvertreib! Gelesen hab ich es in zwei kurzen Etappen (220 Seiten sind halt auch net so viel) und es ging gut vorwärts. Wirklich langweilig war es nie, nur manchmal wußte ich jetzt nicht, was der Autorin wichtiger war, Krimi oder "Nebenhandlung". Den Krimi-Teil fand ich gut, für so ein kurzes Buch ausreichend ausgearbeitet und recht schlüßig. Die Beziehung von Gloria und Lyndon war schon eher was, wo ich etwas mehr erwartet hätte. Im Endeffekt ist Lyndon bis zum Ende ein konservativer Idiot. Anhand vom Klappentext hatte ich schon mehr Schnulz erwartet.
Wer also im Urlaubsgepäck noch Platz hat, oder wer gern ab und zu etwas leichtere Lektüre bevorzugt, der liegt hier auf jeden Fall nicht schlecht. Ich hatte recht viel Spaß beim Lesen!



Herzlichen Dank an das Team von Blogg dein Buch und dem Dryas-Verlag für die Bereitstellung des Buches :)

Kommentare:

  1. Der Klappentext klang ja etwas...flach und ich habe auch mehr mit Romanze "Lady&Lord im Abendrot" gerechnet ;)
    Deine Beschreibung klingt ja dann eher nicht so danach, wenigstens kann die Geschichte überraschen, ich finde es immer furchtbar, wenn der Plot von Anfang an klar ist.
    [Bis auf so tolle Serien wie Motiv, da ist das was ganz anderes ;) ]

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  2. vielen Dank für Ihre detaillierte Besprechung meines Romans "Gloria und die Liebenden von Verona", liebe Nyxx.
    Der Kaufmann ging mir auch auf den Keks - und wer ist Ezio Auditore?
    Da es ja weitergeht mit Gloria, konnte ich nicht gleich alles im ersten Band verraten. Falls Sie auch im nächsten Frühjahr noch an ihr und Lord Lyndon interessiert sind (was mich natürlich freuen würde), erfahren Sie, was die beiden in Alexandria, Ägypten erleben - und warum sie überhaupt zusammen dort sind.
    Herzliche Grüße
    Marlene Klaus

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    1. Hallo Frau Klaus,
      danke für Ihren Kommentar :)
      Ezio Auditore ist die Hauptfigur im Computerspiel Assassins Creed II, das in Italien im 15Jh spielt. Zeitlich wohl nicht ganz akurat, aber irgendwie mußte ich daran denken.
      Ich bin durchaus gespannt, wie die Geschichte weiter geht! Ägypten klingt ja schon mal interessant.
      Viele Grüße
      Nyxx/ Marion

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